Die folgende segmentale Fixationsklassifikation teilt die anatomischen Segmente des proximalen Femurs ein und verdeutlicht die Region in dem das Implantat verankert wird.
Epiphysäres Segment – Typ I
Für eine primäre Arthrose ist der Erhalt von Femurkopf und Hals sowie die Verankerung des Implantates auf dem zugerichteten epiphysären Segment als indiziert anzusehen. Das epiphysäre Segment kann mit drei unterschiedlichen Implantaten versorgt werden.
Als Minimalversorgung des epiphysären Segmentes gibt es einen inselförmigen Flächenersatz als pflastersteinförmiges Implantat.
• I a = partieller Knorpelersatz => Teildefekt – Knorpelentfernung
Auch bei dem Oberflächenersatz Femurkopfschale Onlay® wird nur Knorpel entfernt und eine sparsame Anfrischung der subchondralen Lamellen durchgeführt um dann den Femurkopf mit einer Schale zu "überkronen".
• I b = Femurkopfschale Onlay® = Knorpelentfernung

Beim Standard-Hüftoberflächenersatz erfolgt eine stumpfförmige Zurichtung des Hüftkopfes. Für dieses Implantationsverfahren wird somit knöchern reseziert.
• I c = Oberflächenersatz => Knöcherne Resektion
Metaphysäres Segment – Typ II
Ist der Schenkelhals noch zu erhalten, stehen Endoprothese, die im metaphysären Segment verankert werden zur Verfügung.
Die Schenkelhalsprothese von ESKA "CUT" wird mit ihrer anatomisch angepassten Form zwischen Zug- und Drucktrabekeln des Schenkelhalses eingebracht. Durch die dreidimensionale offenmaschige Verankerungsstruktur der Spongiosa Metal® wird das Implantat zementfrei fixiert. Die Krafteinleitung erfolgt physiologisch über die mediale Schenkelhalskortikalis mit Kompensation an der lateralen Anlagezone.
• II a = CUT "A" => Kopfnahe Resektion
Ist der Schenkelhals Kopffern zu resezieren, steht die "Delfi M" zur Verfügung. Bei dieser Schenkelhalsendoprothese verläuft die Krafteinleitung nicht nur rein metaphysär, sondern stützt sich ebenfalls im proximalen diaphysären Segment ab.
• II b = Delfi "M" => Kopfferne Resektion
Diaphysäres Segment – Typ III
Wird der Femur an der Schenkelhalsbasis reseziert, kann eine rotationsstabile Fixation des Endoprothesenstiels im diaphysären Femursegment durchgeführt werden.
• III = GHE; GHE/s; G2 => Stufenosteotomie